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Zenngrund-Allianz | Leben Zen(n)tral im Grünen

Leben Zen(n)tral im Grünen – Die Gemeinden der Zenngrund-Allianz wollen unter diesem Motto ihre gemeinsame Zukunft gestalten

Obermichelbach – Bei der Abschlussveranstaltung zum Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) der kommunalen Zenngrund-Allianz zeigten sich Landrat, Bürgermeister und Bürger aus den sieben Kommunen sehr zufrieden mit dem nun fertiggestellten ILEK. Die Kommunen im Landkreis sind bereits heute gut aufgestellt. Das macht Mut für die Zukunft.

Der Besucherkreis an diesem Abend gestaltete sich in der Bürgerhalle bei drückender Hitze recht übersichtlich. Dadurch ließ sich aber der gastgebende Bürgermeister Herbert Jäger in seiner Beurteilung der hohen Bedeutung der konzeptionellen Arbeit zum ILEK nicht beirren. Nach fast dreijähriger Arbeit könne man sich vorstellen, dass ein Entwicklungskonzept, in dem sieben sehr unterschiedliche Gemeinden unter einen Hut gebracht werden sollen, nicht so ganz einfach erstellt werden kann.

Neben der Bürgerbeteiligung in den Kommunen waren auch die Träger der öffentlichen Belange eingebunden und eine Reihe von Arbeitssitzungen mit dem Allianzrat notwendig, damit nun ein Konzept vorliegt, das den Allianzgemeinden in den nächsten 10 – 15 Jahren einen Handlungsrahmen geben soll. Sein Dank galt neben den Planungsbüros Vogelsang und SK Standort & Kommune, dem Amt für ländliche Entwicklung in Ansbach für die sehr gute und konstruktive Unterstützung und Begleitung. Auch der Landrat Matthias Dießl ließ es sich nicht nehmen, an diesem feierlichen Abend dabei zu sein und den Anwesenden für die gute Arbeit zu gratulieren. Er ist überzeugt, dass die beiden kommunalen Allianzen im Landkreis, zusammen mit dem Regionalmanagement, mit den nun vorliegenden Konzepten eine sehr gute Grundlage zur Zusammenarbeit besitzen.

Die Nürnberger Stadtplanerin Kristina Vogelsang stellte die wichtigsten Ergebnisse des Konzeptes vor. In der Bestandsaufnahme wurde deutlich, dass die ILE-Region als attraktiver Wohnstandort, sowohl für Einheimische als auch für Pendler, erlebt werde. Dazu tragen auch die dörflichen Strukturen und historischen Ortskerne bei, die vielerorts durch markante Bauwerke, wie Kirchen oder Mühlen erlebbar werden.

Die Orte sind eingebettet in intakte, kleinstrukturierte und dadurch vielfältige Landschaften. Eine funktionsfähige Landwirtschaft mit einem breiten Angebot an Direktvermarktern fördere die Lebensqualität. Dies alles ergibt ein naturnahes qualitätsvolles Wohnumfeld, in dem die kulturellen Angebote und ein breites Vereinsleben Tradition haben. Als Bindeglied dieser Besonderheiten dient die Zenn mit ihrer Fluss- und Auenlandschaft. Deshalb gibt das Leitbild „Leben Zen(n)tral im Grünen“ das Lebensgefühl in den Allianzgemeinden hervorragend wieder.

Durch das Leitbild werden die Potentiale der Region und der Wunsch der Bevölkerung ausgedrückt. Oberstes Ziel muss es sein, die lebenswerte Region mit ihren typischen kleinteiligen Strukturen für alle Generationen zu bewahren und es zu ermöglichen, im Ort / in der Region alt zu werden und damit den demografischen Wandel zu bewältigen.

Dabei gilt es, die jungen Leute an ihre Heimat zu binden, so dass sie sich mit ihr identifizieren und – falls mal zur Ausbildung / Arbeit in benachbarte Städte weggezogen – auch gerne wieder zurückkehren.

Zur Umsetzung des Leitbildes als Oberziel bzw. Vision für die Region bedarf es einer Entwicklungsstrategie. Es geht darum, die Besonderheiten der einzelnen Gemeinden zu erhalten, zu stärken und sinnvoll zu ergänzen. Dabei sollen die Verflechtungen der Gemeinden mit ihren Besonderheiten untereinander ausgebaut werden. Wobei die Anbindung der Ortsteile nicht vergessen werden dürfe. Nicht zuletzt ginge es auch darum, die Aufmerksamkeit in der Metropolregion vermehrt auf die ILE-Region und den Landkreis zu richten. Damit dies alles gelingen kann, sieht das Konzept sieben Handlungsfelder vor, die sich mit den Themen Wohnen, Kultur, Soziales Leben, Natur, Arbeit und Tourismus beschäftigen. Zu den Handlungsfeldern wurden die örtlichen und regionalen Stärken und Schwächen, aber auch daraus erwachsende Chancen und Risiken beleuchtet. Das Ganze mündet in eine Vielzahl von Maßnahmenvorschlägen, mehr als 80 an der Zahl. Einige von diesen Maßnahmen wurden bereits in Projekte umgewandelt, in denen sich die Bürger der Zenngrund-Gemeinden engagieren können.

Das ganze Konzept mit seinen vielen Details wird auch im Internet unter http://www.zenngrund-allianz.bayern/ präsentiert. Dort finden sich auch Hinweise zu laufenden Projekten und Veranstaltungen zur Umsetzung des ILEKs.

In seinem Schlusswort betonte Bürgermeister Jäger im Namen seiner Bürgermeisterkollegen, dass mit dem ILEK nun Vorschläge vorlägen, die die Rahmenbedingungen für die Menschen in der Region verbessern können. Natürlich könnte nicht alles sofort umgesetzt werden. Für manche Dinge brauche es einen langen Atem. Aber kleinere Projekte, insbesondere solche, die den Wert des Konzeptes schnell deutlich machen, sollten unbedingt kurzfristig angegangen werden. Hierzu ist geplant, einen ILE-Manager oder Managerin einzustellen. Die Bürgermeister haben sich verständigt, dass es eine Büro-Lösung sein soll, also kein fester Mitarbeiter, der nicht dauerhaft ganztags beschäftigt werden könnte, sondern die Kompetenz und die Vorteile eines geeigneten Büros, das fachlich auch mehrere Kompetenzfelder abdecken kann. Das sei nun der nächste Schritt.